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Mittwoch, 27. Mai 2026

Adolf Hitler: "Mein Kampf"

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Mein Kampf

Programmschrift von Adolf Hitler

Mein Kampf ist eine politisch-ideologische Programmschrift Adolf Hitlers. Sie enthält seine stark stilisierte Autobiografie, die seinen Werdegang als Politiker und die Entwicklung seiner Weltanschauung schildert, ist aber in der Hauptsache eine wenig faktenbasierte Kampf- und Propagandaschrift, die dem Neuaufbau der NSDAP als zentral gelenkter Partei unter seiner Führung dienen sollte.

Deutsche Erstausgabe des ersten Bandes von Mein Kampf, Juli 1925 (Ausstellungsstück des Deutschen Historischen Museums in Berlin)

Das Werk erschien in zwei Bänden. Der erste entstand 1924 während der Festungshaft Hitlers in Landsberg nach seinem gescheiterten Putschversuch vom 9. November 1923. Er wurde erstmals am 18. Juli 1925 veröffentlicht, der zweite Band folgte am 11. Dezember 1926.[1] Vor allem der erste Band wurde bis 1932 zu einem viel diskutierten Buch.

Absicht und Entstehung

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Hitler wollte mit dieser Schrift den Deutschen einen geschlossenen Gegenentwurf zum Marxismus präsentieren,[2] seinen Werdegang zum idealen Führer des Nationalsozialismus stilisieren, seinen Anspruch auf die Führung der NSDAP untermauern, mit „Verrätern“ des gescheiterten Hitlerputsches „abrechnen“ und alle Nationalisten auf die Juden als gemeinsamen Feind einschwören. Hitler bekräftigte darin die Geltung des 25-Punkte-Programms der NSDAP, um dieses nicht in innerparteiliche Konflikte zu verwickeln, und bescheinigte der völkischen Bewegung völlige Erfolglosigkeit, um seine NSDAP als moderne, unverbrauchte und zielbewusste Sammelbewegung des nationalistischen, antidemokratischen Lagers der Weimarer Republik darzustellen.[3] Ein Motiv der Abfassung war, dass er Geld für seine Anwaltskosten brauchte.

Hitler schrieb 1924 den ersten Teil von Mein Kampf während seiner Festungshaft in der Haftanstalt Landsberg in Landsberg am Lech. Er soll den Text seinem späteren Stellvertreter Rudolf Heß diktiert haben.[4] Neuere Erkenntnisse weisen darauf hin, dass Hitler den Text selbst auf einer Reiseschreibmaschine (Modell: Remington Portable, Seriennummer NK 43 024) tippte, ein Geschenk der Gönnerin Helene Bechstein.[5] Winifred Wagner berichtete, sie habe Hitler „massenhaft Schreibpapier“ nach Landsberg geschickt.[6][7] Ursprünglich sollte das Buch Viereinhalb Jahre [des Kampfes] gegen Lüge, Dummheit und Feigheit heißen. Nach der vorzeitigen Haftentlassung im Dezember 1924 diktierte Hitler den stärker programmatisch ausgelegten zweiten Teil von Mein Kampf seinem Gefolgsmann Max Amann, Direktor des Verlags Franz Eher Nachfolger. Amann und Hitler zogen sich im Sommer 1925 in das (daher später so genannte) Kampfhäusl des Pensionswirts Bruno Büchner auf dem Obersalzberg (nahe dem späteren Berghof) zurück, um das Manuskript zu tippen.

Als Quellen für die in Mein Kampf, insbesondere in dem zentralen Kapitel Volk und Rasse entfaltete rassistische Ideologie identifiziert der Historiker und Mitherausgeber der kritischen Edition Roman Töppel zahlreiche antisemitische und völkische Autoren, darunter Richard WagnerHouston Stewart ChamberlainJulius LangbehnHeinrich ClaßTheodor FritschDietrich EckartOtto HauserHans F. K. Günther und Alfred Rosenberg. Andere Autoren, die in der älteren Forschung als Ideengeber Hitlers genannt werden wie Karl MayKarl Haushofer oder die Ariosophen Jörg Lanz von Liebenfels und Guido List, hätten keinen großen Einfluss auf Hitlers Denken gehabt.[8]

Entwürfe, Ausgaben und Auflage

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Am 18. Juli 1925 erschien im Zentralverlag der NSDAP (Franz Eher Nachfolger) der erste Band mit 423[9] Seiten, am 11. Dezember 1926 (mit dem gedruckten Erscheinungsjahr 1927) der zweite mit 354[10] Seiten.[11] Bis 1930 vertrieb der Eher-Verlag Mein Kampf in zwei großformatigen Bänden zum Preis von zunächst je 12, ab 1928 14 Reichsmark. Dann wurden die beiden Bände im Format 18,9 × 12 Zentimeter zu einer einbändigen „Volksausgabe“ zusammengefasst.

Der Originaltext erlebte in seiner zwanzigjährigen Editionsgeschichte von 1925 bis 1945 einige Änderungen und Erweiterungen. Diese waren allerdings im Wesentlichen sprachlicher und stilistischer Natur. Die einzigen sachlichen Änderungen erfolgten 1930, als Rudolf Heß die zweibändige Originalausgabe für eine ungekürzte, einbändige Volksausgabe überarbeitete. Historiker Roman Töppel hielt dazu fest: „Abgesehen von den wenigen sachlichen Eingriffen, die bereits 1930 vorgenommen wurden, erfuhr Hitlers Buch keine größeren inhaltlichen Änderungen mehr.“[12]

Im Herbst 2006 tauchten in München fünf Manuskript- und achtzehn Entwurfsseiten zu Hitlers Buch auf, die er vor dessen Veröffentlichung im Frühjahr und im Sommer 1924 während seiner Festungshaft in Landsberg verfasst hatte. Der Vergleich mit der späteren Endfassung ermöglichte der Hitlerforschung Rückschlüsse zur Entwicklung von Hitlers Weltbild und Agitationsweise.[13]

9. Auflage, 95. bis 104. Tausend, aus dem Jahr 1932

Der erste und der zweite Band erschienen in einer Erstauflage von je 10.000 Exemplaren zum Preis von je 12 RM.[1] Die NSDAP finanzierte sich ganz wesentlich über den eigenen Parteiverlag Franz Eher Nachfolger GmbH, an dem auch Hitler persönlich beteiligt war. Ab 1930 wurde eine einbändige Volksausgabe gedruckt. Sie kostete zunächst 8 RM, später 7,20 RM. Ab 1932 erschien außerdem eine zweibändige kartonierte Ausgabe für 5,70 RM (2,85 RM pro Band). Bis Januar 1933 wurden von sämtlichen Ausgaben insgesamt 287.000 Exemplare verkauft. Hitler erhielt pro verkauftem Buch 10 Prozent Tantiemen.[14] In den 1920er Jahren nutzte der Eher-Verlag die Einnahmen aus diesem Bestseller, um die Verluste zu kompensieren, die der Völkische Beobachter machte, die Parteizeitung der NSDAP.[15]

Danach schnellte die Auflage stark in die Höhe. Von Januar bis zum 17. November 1933 wurden nach Angaben des Historikers Othmar Plöckinger 854.127 Exemplare verkauft.[16] Im ganzen Jahr 1933 wurden etwa 1.080.000 Exemplare verkauft.[17] Aufgrund der großen Nachfrage beteiligten sich ab 1933 immer mehr Druckereien an der Herstellung von Mein Kampf – bis 1944 insgesamt 22 verschiedene in 14 Städten, darunter Innsbruck, Riga und Straßburg.[12] Der offiziellen Angabe des Eher-Verlags zufolge erreichte Mein Kampf eine Gesamtauflage von 12.450.000 Exemplaren. Laut Roman Töppel war diese Zahl aus propagandistischen Gründen jedoch übertrieben und „wohl eher eine Gesamtauflage in Höhe von 11 Millionen“ realistisch.[18]

1933 wurde eine Ausgabe in Blindenschrift herausgegeben.[19] Ab 1936 wurde aufgrund eines Runderlasses des Reichsministeriums des Innern – „soweit die finanzielle Lage der Gemeinden es zulasse“ [20] von vielen Standesämtern deutschen Brautpaaren anstatt der Bibel Mein Kampf auf Kosten der jeweiligen Stadtkasse geschenkt.[21][22] Es wurde von Parteimitgliedern erworben und von Schülern im Unterricht verwendet.

Um dieses für den Parteiverlag und ihn einträgliche Geschäft nicht zu gefährden, erwirkte Hitler eine besondere Regelung der Reichsschrifttumskammer, dass das Buch im Buchhandel nicht aus zweiter Hand verkauft werden durfte.[23] Bis 1939 stieg die Gesamtauflage auf 5,45 Millionen und erreichte bis 1944 10,9 Millionen Stück.

Hitler verfasste 1928 ein zweites Buch. Es blieb zu seinen Lebzeiten ein unveröffentlichtes Manuskript und ist heute als Hitlers zweites Buch bekannt. Es ist ein Entwurf für eine Fortsetzung von Mein Kampf; Hitler befasste sich darin mit teils neuen Themen bzw. Thesen.

Titelblatt der Auflage von 1940. Ausstellungsstück im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände in Nürnberg

Als Geschenk der deutschen Beamtenschaft zu Hitlers Geburtstag am 20. April 1936[24] wurde für die „Ehrenhalle der Großen Ausstellung ‚Deutschland‘“ eine Sonderausgabe aus 965 handgeschriebenen Pergamentseiten produziert.[25]

Für seine hohen Einkünfte durch den Verkauf des Buches musste Adolf Hitler keine Steuern zahlen. Das Landesfinanzamt München unter der Leitung von Ludwig Mirre entschied, dass die staatsrechtliche Stellung Hitlers keine Besteuerung erlaube.[26]


... keine Besteuerung erlaube. 


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... wie soll ich denn meine Lohnsteuer ...


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