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Dienstag, 3. November 2026

Was sind die Forderungen von Herrn Ralf Schuler ???

 Was sind die Forderungen von Herrn Ralf Schuler ???


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Was sind die Forderungen von Herrn Ralf Schuler ???


Ralf Schuler, der ehemalige Leiter der Bild-Parlamentsredaktion und jetzige Politikchef des Medienportals NIUS, formuliert seine Kernforderungen primär als Kritik am etablierten Politik- und Medienbetrieb sowie als Plädoyer für einen unvoreingenommenen demokratischen Diskurs
Seine wesentlichen Positionen und Forderungen lassen sich in folgende Schwerpunkte unterteilen:
1. Reform des politischen Betriebs & Bürgernähe
In seinen Veröffentlichungen (u.a. in seinen Büchern „Generation Gleichschritt“ und „Der Siegeszug der Populisten“) diagnostiziert Schuler ein massives Demokratieversagen. Er fordert:
  • Fokus auf reale Sachthemen: Politiker und Parteien sollen konkrete, spürbare und volksnahe Problemlösungen liefern, anstatt sich in Symbolpolitik zu verlieren
  • Abkehr von der „Brandmauer“: Er kritisiert die kategorische Ausgrenzung von politischen Kräften (wie der AfD) und fordert stattdessen eine offene inhaltliche Auseinandersetzung. Koalitions- oder Abstimmungsverbote im Parlament sieht er als Lähmung der Demokratie
  • Keine ideologische Erziehung: Politik soll Bürger nicht bevormunden oder versuchen, sie weltanschaulich zu formen
2. Neutralität und Unabhängigkeit der Medien
Schuler erregte 2022 Aufsehen, als er die Bild-Zeitung aus Protest verließ, weil sich das Verlagshaus Axel Springer offiziell mit der LGBTQ+-Bewegung solidarisierte. Daraus leitet er fundamentale Forderungen an die Medienlandschaft ab:
  • Keine Allianz mit politischen Bewegungen: Er fordert, dass sich Redaktionen und Medienhäuser niemals institutionell hinter kollektive Strömungen (wie die Klima- oder LGBTQ+-Bewegung) stellen dürfen
  • Abschaffung des „Haltungsjournalismus“: Journalisten sollen die erlebte Realität der Bürger abbilden und Missstände (z.B. im Bereich der Migrationspolitik oder Kriminalität) ungeschönt beim Namen nennen, anstatt eine vermeintlich „erwünschte“ Sichtweise vorzugeben
3. Bedingungslose Meinungsfreiheit und echte Streitkultur
Geprägt durch seine Biografie und Sozialisation in der DDR warnt Schuler wiederholt vor einem neuen Konformitätsdruck und „Mitläufertum“ in Deutschland:
  • Schutz des freien Diskurses: Er wendet sich strikt gegen Regulierung im Internet, wie etwa die von Teilen der Union geforderte Klarnamenpflicht in sozialen Medien
  • Debatten ohne moralische Stigmatisierung: Bürger müssen ihre Meinung zu sensiblen Themen wie Migration oder Gendern frei äußern können, ohne sofort sozial ausgegrenzt oder als „rechts“ stigmatisiert zu werden
4. Institutionelle Neutralität des Staates
Schuler fordert eine strikte Trennung von Staat und weltanschaulichen Symbolen. Behörden, Ministerien, Gerichte oder die Polizei haben seiner Ansicht nach in einem neutralen Rechtsstaat die Pflicht, auf das Hissen von weltanschaulichen Symbolfahnen (wie der Regenbogenfahne) im offiziellen Rahmen zu verzichten

Ralf Schuler (* 1965 in Ost-Berlin) ist ein deutscher Journalist.

Ralf Schuler (2025)

Schulers Großeltern hatten eine Bäckerei, die laut der Bild über 100 Jahre in Familienbesitz war und 1982 in der DDR enteignet wurde.[1] Als Jugendlicher war Schuler, der in Berlin-Köpenick aufwuchs, Mitglied der evangelischen Jungen Gemeinde.[1]

Nach dem Abitur bestand Schuler die Aufnahmeprüfung an der Filmhochschule Babelsberg, wurde dort jedoch nur unter der Voraussetzung einer Laufbahn als Unteroffizier bei der Nationalen Volksarmee aufgenommen, was er nach eigenen Angaben aus religiösen Gründen ablehnte. Zu seinen christlichen Wertvorstellungen gehört nach eigenen Angaben, „das menschliche Leben am Beginn und am Ende“ nicht anzutasten, weshalb er auch Sterbehilfe ablehnt.[2] Er absolvierte eine Ausbildung als Mechaniker in der Metallverarbeitung. Anschließend arbeitete er in der Produktion im Glühlampenwerk Narva. Ab 1985 begann Schuler als Volontär bei der ostdeutschen CDU-Zeitung Neue Zeit. 1986 wurde er deren Redakteur und Balkan-Korrespondent, bis die Zeitung 1994 eingestellt wurde. Ab 1989 absolvierte er ein Fernstudium der Literatur- und Kulturwissenschaften an der Humboldt-Universität Berlin.

1995 wurde er Redakteur der Welt, 1998 Leiter Politik der Märkischen Allgemeinen bis 2010.[3] Von 2013 bis Oktober 2022 leitete er die Parlamentsredaktion von Bild.[4]

2019 erschien sein Buch Lasst uns Populisten sein: Zehn Thesen für eine neue Streitkultur.[5] Sein Buch Generation Gleichschritt. Wie das Mitlaufen zum Volkssport wurde erschien 2023 mit einer Einleitung von Dieter Nuhr.

In einem Brief an den Chefredakteur Johannes Boie und den Vorstandsvorsitzenden der Axel Springer SE, Mathias Döpfner, den die Zeitschrift Cicero im August 2022 veröffentlichte, kündigte Schuler seinen Abschied von Bild an. Er wolle „im besten freiheitlich-bürgerlichen Sinne für die Rechte des Einzelnen“ eintreten, diskriminierungsfrei zu leben, jedoch nicht „fest an der Seite der LGBTQ-Community im eisenharten Kampf für Menschenrechte und gegen Diskriminierung“ stehen, wie es ein stellvertretender Bild-Chefredakteur kurz zuvor gefordert habe. Er stehe keiner politischen Bewegung „fest zur Seite“ und halte dies auch nicht für eine journalistische Aufgabe.[6][7] Im Oktober kündigte Schuler fristlos[8][9] und wechselte im November zu Julian Reichelts Produktionsfirma Rome Medien GmbH, die 2024 mit der Vius SE&Co KGaA verschmolzen wurde.[10][11] Er moderiert seit Ende 2022 die Interviewsendung Schuler! Fragen, was ist.[12]

Schuler ist verheiratet und hat drei Kinder.

Positionen

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In seinem Buch Generation Gleichschritt beklagt Schuler ein gedankenloses „Mitläufertum“ in Deutschland. Es gebe seiner Ansicht nach „kleine, aber lautstarke Interessengruppen in verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens“, „die – obwohl sie in der Minderheit sind – jegliche Gegenstimmen unterdrücken“. Für den Autor ist die AfD „eine normale Oppositionspartei, die darunter leide, von Veranstaltungen ausgeladen zu werden“.

Schuler stellt den wissenschaftlichen Konsens zum Klimawandel in Frage – es sei geboten, auch „alternative Erwärmungsursachen“ für den Klimawandel zu diskutieren. Hinweise auf den Klimawandel, etwa beim Wetterbericht, bezeichnet er als „klimapolitische Marschrouten“.[13]

Im Juli 2023 veröffentlichte Schuler auf Twitter einen Link zu einem Meinungsbeitrag von Günter Ederer in der Zeitung Die Welt aus dem Jahr 2011, in dem Ederer die menschengemachte globale Erwärmung leugnet und als Propaganda darstellt.[14][15]

Auszeichnungen

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Bücher

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  • Lasst uns Populisten sein: Zehn Thesen für eine neue Streitkultur. Herder, 2019, ISBN 978-3-451-38358-8.
  • Generation Gleichschritt. Wie das Mitlaufen zum Volkssport wurde, Fontis, Basel 2023, ISBN 978-3-03848-260-4.
  • Der Siegeszug der Populisten: Warum die etablierten Parteien die Bürger verloren haben, Fontis, Basel 2024, ISBN 978-3-03848-284-0.



Link anklicken: https://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_Schuler






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