Onkel Toms Hütte
Fingerspitzengefühl - Redewendung
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Hütte - kleines Häuschen
Redewendung: ich bin aus dem Häuschen
Hütte - Hüte
Hüte - im Sinne von: beschützen
Hüte - Mehrzahl von Hut
Redewendung: sei auf der Hut (Sei vorsichtig)
- Das Ausflugslokal: Im Jahr 1885 eröffnete ein Gastwirt namens Thomas eine Gaststätte am Rande des Grunewaldes in Zehlendorf.
- Der Name: Der Wirt nannte sein Lokal in Anlehnung an den berühren-den und damals weltbekannten Roman Onkel Toms Hütte (1852) der US-amerikanischen Autorin Harriet Beecher Stowe scherzhaft oder passend zur waldigen Umgebung so.
- Die Siedlung und U-Bahn: Später (1926–1931) wurde in der Nähe die berühmte Waldsiedlung Zehlendorf gebaut, die im Volksmund und offiziell nach dem Lokal benannt wurde – ebenso wie der spätere U-Bahnhof Onkel Toms Hütte.
- Der Roman: Der Name des Lokals stammte ursprünglich von dem Buch Onkel Toms Hütte von Harriet Beecher Stowe aus dem Jahr 1852.
- Die Bedeutung: Das Buch beschreibt das harte Leben von Sklaven in den USA und trug im 19. Jahrhundert stark zur Abschaffung der Sklaverei bei. Heute ist der Begriff „Onkel Tom“ allerdings umstritten und wird teilweise als rassistisches Stereotyp oder Beleidigung gewertet, weshalb es in Berlin auch Debatten um Straßennamen gab.
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Bei den Enten in der Nähe Kulbeweg in Berlin Bezirk Spandau Goltzstraße:
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Onkel Toms Hütte
Onkel Toms Hütte (engl. Uncle Tom’s Cabin) ist ein 1852 veröffentlichter Roman von Harriet Beecher Stowe, der das harte Schicksal einer Reihe afroamerikanischer Sklaven und ihrer Eigentümer in den 1840er Jahren in den Vereinigten Staaten von Amerika schildert.
Handlung

Die Titelfigur Tom (auch Onkel Tom genannt) ist ein Sklave in Kentucky. Sein Herr, Mr. Shelby, und dessen Frau behandeln ihn und die anderen Sklaven der Familie gut. Tom ist als Verwalter der Farm tätig. Er ist bekennender Christ und leitet regelmäßig die Gottesdienste der Sklaven. Als Tom jedoch aus Geldmangel verkauft werden muss, wird er von seiner Frau und seinen Kindern getrennt und nach New Orleans gebracht. Sein neuer Eigentümer, ein Mr. St. Clare, ist ein gutmütiger, nachsichtiger Lebemann. St. Clares engelhafte Tochter Eva (Evangeline) entwickelt eine innige Freundschaft zu Tom, stirbt aber an Schwindsucht. St. Clare hat sich unter dem Einfluss seiner aus dem Norden stammenden Cousine Ophelia, die ihm den Haushalt führt, zu einem Gegner der Sklaverei entwickelt, bleibt jedoch aus Bequemlichkeit untätig. Schließlich will er Tom freilassen, was aber durch seinen plötzlichen Tod nach einem Messerstich verhindert wird. Seine selbstsüchtige Witwe Marie denkt nicht daran, auf den Verkaufserlös zu verzichten, und so wird Tom auf einer Auktion an Mr. Legree verkauft, der mit äußerster Brutalität eine abgelegene Baumwollplantage betreibt. Als einziger Weißer wohnt er mit einer Sklaven-Mätresse in einem heruntergekommenen Herrenhaus. Geschickt spielt Legree seine Aufseher gegeneinander aus, so dass ein Klima des Misstrauens und der Angst herrscht. Tom ist als weiterer Aufseher vorgesehen, weigert sich aber, jemanden zu schlagen. Stattdessen übt er durch seine ruhige Art und seine praktizierte christliche Nächstenliebe einen positiven Einfluss auf alle aus, was Mr. Legree besonders zuwider ist. Er will Tom durch körperliche Züchtigung brechen und ihn dazu zwingen, seinen christlichen Glauben aufzugeben. Doch Tom widersteht und verzeiht sterbend seinen Peinigern. Mr. Shelbys Sohn George versucht nach dem Tod seines Vaters das Tom gegebene Versprechen einzulösen, ihn zurückzukaufen, kann aber seinen Tod nicht mehr verhindern. Am Grab verspricht er, gut für Toms Familie zu sorgen. Daraufhin lässt er seine Sklaven in Kentucky frei, um sie gegen Bezahlung in seinen Dienst zu nehmen.
Parallel dazu wird die Geschichte der Sklavin Eliza, die aus demselben Haushalt wie Tom stammt, ihres Mannes George Harris und ihres Sohnes Harry erzählt, denen mit Hilfe von Quäkern die Flucht nach Kanada gelingt. Dort treffen sie auf Georges Schwester und Elizas Mutter, die beide ebenfalls auf unterschiedlichen Wegen der Sklaverei entronnen sind, und gehen zunächst nach Frankreich, wo George studiert. Danach wandert die ganze Familie nach Liberia aus, um beim Aufbau des afrikanischen Staates, der als Zufluchtsstätte für ehemalige Sklaven gegründet wurde, zu helfen.
Toms Hütte in Kentucky bleibt unbewohnt, als Mahnmal an die Zurückgebliebenen und die künftigen Generationen: „Folgt alle im Gedächtnis an ihn seinem Beispiel: Seid ehrlich, treu und christlich, wie er es war, und gedenkt eurer Freiheit jedes Mal, wenn ihr Onkel Toms Hütte seht!“
Ziele und Form
Im Vorwort zur englischsprachigen Erstausgabe des Romans erläutert Stowe, dass „diese Skizzen Sympathie und Mitgefühl für die aus Afrika stammenden Menschen auslösen sollen, die unter der amerikanischen Bevölkerung leben. Sie sollen die Missetaten und den Kummer zeigen, die das unnötig grausame und ungerechte System ihnen zufügt, das alle Versuche von wohlgesinnten Menschen, die ihnen Gutes tun wollen, verhindert.“ Mit dieser Aussage bezieht Stowe zu einem US-amerikanischen Bundesgesetz des Jahres 1850 Stellung, dem zweiten sogenannten Fugitive Slave Act. Das Gesetz baute auf den ersten Fugitive Slave Act auf, der 1793 verabschiedet worden war, und räumte noch größere Freiheiten in Bezug auf das Einfangen bzw. Zurückführen geflüchteter Sklaven ein. Insbesondere die Nordstaaten der USA, von denen einige die Sklaverei bereits abgeschafft hatten, wurden durch das neue Gesetz gezwungen, entlaufene Sklaven an ihre Besitzer in den Südstaaten zurückzubringen. Des Weiteren wurde bestimmt, dass Fluchthelfer stärker bestraft werden sollten und unter anderem zu einer Gefängnisstrafe verurteilt werden konnten.[1]
Die Autorin hat die feste Absicht, den Schaden, den die Seelen sowohl der Sklaven als auch der Sklavenhalter nehmen, mit dramatischen Mitteln darzustellen, und ebenso zieht sich ein warnender, ermahnender Ton durch den gesamten Text. Manchmal ist die Erzählerin allwissend, dann wieder bezeugt sie – unter Verwendung der Pluralform – selbst erlebte Geschehnisse oder solche, von denen ihr persönlich berichtet wurde. Gelegentlich wendet sie sich direkt an ihre Leser, appelliert an ihre Gefühle und ihr christliches Moralempfinden. Ihre Erzählweise ist „einfach und entwaffnend, mit atemberaubendem Selbstvertrauen trifft sie pauschale Annahmen über Lebensumstände, Temperament von Männern und Frauen, in der Rasse begründete Wesensart und den lebendigen Gott“.[2] Letztere werden häufig mit Bibelzitaten untermauert.
Link anklicken: https://de.wikipedia.org/wiki/Onkel_Toms_H%C3%BCtte

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