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Freitag, 6. November 2026

Was sind die Forderungen von Herrn Ibrahim Ibrahim ???

 Was sind die Forderungen von Herrn Ibrahim Ibrahim ???



Was sind die Forderungen von Herrn Ibrahim Ibrahim ???


Ibrahim Ibrahim, ein in Berlin aktiver propalästinensischer Aktivist und Vertreter des Vereinigten Palästinensischen Nationalkomitees (VPNK), artikuliert seine politischen Forderungen primär auf Demonstrationen und in öffentlichen Stellungnahmen. Seine Positionen teilen sich in die Parolen seiner organisierten Proteste und seine eigenen, öffentlich formulierten Ziele
Kernforderungen auf den von ihm organisierten Demonstrationen
Die Kernforderungen, die auf den von ihm angemeldeten und angeführten Kundgebungen (u. a. in Berlin) erhoben werden, lauten:
  • „Besatzer raus aus Palästina“: Die vollständige Beendigung der israelischen Präsenz und Politik in den palästinensischen Gebieten
  • „Keine Waffenlieferungen an Israel“: Ein sofortiger Stopp jeglicher Rüstungsexporte und militärischer Unterstützung aus Deutschland und anderen westlichen Staaten an die israelische Regierung
  • „Kriegsverbrecher vor Gericht“: Die juristische und völkerrechtliche Verfolgung der politischen und militärischen Führung Israels
  • „Freiheit für die palästinensischen Gefangenen“: Die Entlassung aller Palästinenser aus israelischen Gefängnissen
  • Dauerhaftes Ende des Krieges in Gaza: Ein sofortiger, bedingungsloser und dauerhafter Waffenstillstand
Seine persönliche politische Vision (Eigene Darstellung)
In einer eigenen schriftlichen Erklärung (unter anderem in der Zeitung Junge Welt) beschreibt Ibrahim Ibrahim seine politischen Ziele wie folgt
  • Ein-Staat-Lösung: Er fordert einen „demokratischen, sozial gerechten Staat Palästina“, in dem Muslime, Juden, Christen und Menschen anderer Weltanschauungen gleichberechtigt zusammenleben sollen. (Kritiker bewerten diese Vision im Kontext seiner sonstigen Auftritte jedoch oft als die Forderung nach einer faktischen Abschaffung des jüdischen Staates Israel)
  • Stopp von Repressionen: Er fordert ein Ende des israelischen Siedlungsbaus, der Blockade des Gazastreifens sowie die Beendigung von Hauszerstörungen und willkürlichen Verhaftungen
  • Untersuchung wegen Völkermords: Er bezeichnet das Vorgehen Israels in Gaza politisch als Völkermord und verlangt unabhängige internationale Untersuchungen
Einordnung durch Sicherheitsbehörden und Kritiker
Die Forderungen und Aktivitäten von Ibrahim Ibrahim sind hochgradig umstritten und führten im Herbst 2026 zu einer massiven politischen Debatte in Berlin:
  • Einstufung als extremistisch: Der Berliner Verfassungsschutz ordnet Ibrahim Ibrahim als führenden Kopf und Unterstützer der marxistisch-leninistischen Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) ein, die in der EU und den USA als Terrororganisation gelistet ist
  • Dachorganisation VPNK: Das von ihm vertretene Vereinigte Palästinensische Nationalkomitee (VPNK) wird vom Verfassungsschutz als eine Plattform eingestuft, auf der Anhänger der säkularen PFLP und der islamistischen Hamas strategisch zusammenarbeiten. Auf seinen Veranstaltungen wird offen die Existenz Israels infrage gestellt
  • Politische Kontroversen: Ibrahim Ibrahim geriet in die Schlagzeilen, weil er auf einer Wahlparty der Berliner Partei Die Linke erschien und enge Kontakte in Teile dieser Partei pflegt, was bei anderen politischen Parteien sowie intern bei Spitzenpolitikern (wie der Bürgermeisterkandidatin Elif Eralp, die öffentlich einräumte, Angst vor seinem radikalen Milieu zu haben) massive Kritik und Besorgnis auslöste
Ibrahim Ibrahim selbst weist den Vorwurf, Terrorismus zu unterstützen oder antisemitisch zu sein, entschieden zurück und gibt an, lediglich die israelische Besatzungspolitik zu kritisieren


Ibrahim Ibrahim (Aktivist)

deutscher Palästina-Aktivist

Ibrahim Ibrahim (* 14. Januar 1956) ist ein deutscher Aktivist palästinensischer[1] Herkunft und Vertreter des Vereinigten Palästinensischen Nationalkomitees (VPNK).[2][3][4] Sicherheitsbehörden rechnen ihn zudem der von den USA und der EU als Terrororganisation eingestuften Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) zu.[3][5] Ibrahim tritt vor allem als Anmelder und Redner auf pro-palästinensischen Demonstrationen in Berlin in Erscheinung.[6] Überregionale Bekanntheit erlangte er zudem im Herbst 2026 durch die Teilnahme an einer Wahlparty der Partei Die Linke in Berlin-Neukölln[2][7][8] sowie ein Spiegel-Interview mit der Linken-Politikerin Elif Eralp.[5][9][10]

Ibrahim Ibrahim (erste Reihe, 4. v. r., am Banner) bei einer Demonstration auf dem Kottbusser Damm 2023

Hintergrund und Verhältnis zur PFLP

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Ibrahim Ibrahim lebt in Berlin und gibt als früher ausgeübten Beruf Bäcker an.[6] Ibrahim wuchs vermutlich in einem palästinensischen Flüchtlingslager im Libanon auf. Nach Deutschland kam er 1974. Im Jahr 1995 erhielt Ibrahim die deutsche Staatsbürgerschaft.[11] Seit 1979 ist er Vorsitzender des Vereins „Arabische Arbeiter-Union“. Seit mehr als zehn Jahren steht er zudem dem Verein „Demokratisches Komitee Palästina“ vor, das Jubiläumsfeiern für die PFLP und die Intifada veranstaltet.[6][12]

Ibrahim lobte im Jahr 2015 das PLF-Mitglied Samir Kuntar, der wegen der Tötung mehrerer israelischer Zivilisten 1979 zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden war.[3] Im Dezember 2016 richtete Ibrahim eine Feierlichkeit zum 49-jährigen Bestehen der von den USA und der EU als Terrororganisation eingestuften[3] Volksfront zur Befreiung Palästinas aus und begrüßte die Anwesenden „im Namen aller Kader, Mitglieder, Anhänger und Kämpfer der Front“, welche er als „unsere Partei“ charakterisierte. Den PFLP-Generalsekretär Ahmad Sa'adat bezeichnete Ibrahim 2016 als „meinen Führer und Lehrer“.[6]

Kandidatur für die MLPD und Demonstrationen

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Bei der Europawahl 2019 kandidierte Ibrahim für die MLPD, die sich für eine Streichung der PFLP von der EU-Terrorliste einsetzt.[3] Ibrahim agierte zudem in Berlin für Dutzende Demonstrationen, bei denen es zu antisemitischen Vorfällen kam, als Anmelder und Redner. Bei einer von Ibrahim im Mai 2021 angemeldeten Versammlung kam es zu massiven Angriffen auf Polizisten, die neben körperlichen Angriffen auch Flaschen- und Steinwürfen ausgesetzt waren. Bei einem von Ibrahim einige Tage später angemeldeten Aufzug wurden Ausrufe wie „Bombardiert Tel Aviv“ sowie die Parole „From the River to the Sea, Palestine will be free“ skandiert. Auf einem Transparent war des Weiteren die Parole „Juden=Kindermörder“ zu sehen.[6]

Im Rahmen einer von Ibrahim für den 19. Mai 2021 angemeldeten Demonstration wurde ein Vertreter des Jüdischen Forums für Demokratie und gegen Antisemitismus mit einer Dachlatte verletzt, auch wurden erneut Polizisten angegriffen. Bei einer weiteren Versammlung ein Jahr später bejubelten die Teilnehmer Hamas-Funktionäre sowie den bewaffnete Arm der Hamas, die Kassam-Brigaden. Im Zusammenhang mit einer anderen Demonstration wurde ein Journalist bedrängt und als „dreckiger Jude“ bezeichnet. Die Behörden stellten aufgrund der Ereignisse die Eignung von Ibrahim als Demonstrationsleiter in Frage, da er und seine Ordner sich nicht gegenüber der Menge durchgesetzt hätten. Anlässlich des Besuchs des israelischen Außenministers Gideon Sa’ar trat Ibrahim im Juni 2025 auf einer Demonstration von Amnesty International vor dem deutschen Außenministerium auf.[6]

Botschaftsbesuche

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Im Dezember 2024 besuchte Ibrahim zusammen mit dem Hamas-Funktionär Majed al-Zeer die Südafrikanische Botschaft in Berlin.[6][13] Gegen Majed al-Zeer besteht inzwischen ein Haftbefehl.[6] Er soll eine wichtige Rolle bei der Geldbeschaffung für die Hamas in Europa spielen und ist von den USA mit Sanktionen belegt.[12] Im März 2026 war Ibrahim erneut Teil einer Delegation, die in einer Botschaft empfangen wurde. Dieses Mal besuchte er die iranische Botschaft.[3]

Abgeordnetenhauswahl 2026 und weitere Aktivitäten

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Überregionale Bekanntheit erlangte Ibrahim, als er nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin 2026 am 20. September 2026 die Wahlparty des Bezirksverbandes Berlin-Neukölln der Partei Die Linke besuchte, die er nach eigenen Angaben unterstützt.[2] Auf der Feier ließ er sich zusammen mit den Abgeordneten Ferat Koçak und Vanessa Emde fotografieren.[14] Ende September 2026 nahm Ibrahim an einer Konferenz Hamas-naher Funktionäre in Istanbul teil.[15]

In der Vergangenheit hatte Ibrahim den von Israel getöteten Hamas-Führer und Planer des Terrorangriffs der Hamas auf Israel 2023, Yahya Sinwar, als „standhaften Führer“ und „Märtyrerhelden“ bezeichnet, dem er seine „Hochachtung“ zolle.[5][14] Auf Facebook veröffentlichte Ibrahim zudem gewaltbefürwortende Bilder. Auf einem der Bilder sind ein mit einer Kufija bekleideter Kämpfer, ein Maschinengewehr, das PFLP-Logo sowie der Text „All guns against the enemy, glory to the freedom fighters“ zu sehen.[14]

Ibrahim weist die Vorwürfe des Antisemitismus und der Terrorismus-Unterstützung zurück.[3]

Spiegel-Interview mit Elif Eralp

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Im Oktober 2026 führte das Nachrichtenmagazin Der Spiegel ein Interview mit der Bürgermeisterkandidatin Elif Eralp (Die Linke). Im Rahmen der Autorisierung des Interviews wollte Eralp eine Frage nach dem VPNK-Vertreter Ibrahim Ibrahim streichen lassen. Sie „möchte nicht, mein Mann, und ich auch nicht, konkrete Namen nennen, er hat Angst vor diesen Leuten und ich auch“. Sie könne sich und ihre „Familie für den Spiegel nicht in Gefahr bringen. Was machen wir jetzt? Das ganze Interview stornieren?“. Der Spiegel widmete dem Vorgang seine nächste Ausgabe und titelte „Die Angst der Elif Eralp – Warum die Spitzenfrau der Berliner Linken von Terror-Sympathisanten eingeschüchtert ist“.[5] Unter Journalisten und Medienrechtlern wurde das Öffentlichmachen versehentlich übersandter interner Anmerkungen zu einem Interview kontrovers diskutiert.[16][17][18][19]



Link anklicken: https://de.wikipedia.org/wiki/Ibrahim_Ibrahim_(Aktivist)






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