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Mittwoch, 28. Oktober 2026

Licht aus, Messer 🔪 raus !!!

           Licht aus, Messer 🔪 raus !!!


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Aus meiner Kindheit 


Im Jahre 2026 bin ich 53 Jahre alt 


In der Grundschule hörte ich den Reim: 


"Licht aus, Messer raus !!!


Die Weiber ziehen sich nackig aus !!!"


Der Satz ist eine Mischung aus einem historischen Lied und einer Zeile des Rappers Taktloss bzw. einer bekannten Kinderreim-Variante:
  • „Licht aus, Messer raus!“ ist der Kehrreim zu einem bekannten deutschen Schlager/Lied von 1918 (Text: Max Adam, Musik: Carl Urban), das während des Ersten Weltkriegs und später in der Novemberrevolution populär wurde. [1]
  • „Die Weiber ziehen sich nackig aus“ bzw. eine Variante davon taucht in dem Song „Kunst (Band 2)“ des Untergrund-Rappers Taktloss auf („Licht aus, Messer raus. Die Weiber ziehen sich nackig aus“). [1]
  • Es gibt zudem eine volkstümliche bzw. derbe Kinderreim-Parodie, die ähnlich klingt („Licht aus, Licht aus, Mutter zieht sich nackend aus, Vater holt den Dicken raus...“)


„Licht aus, Messer raus!“ stammt ursprünglich gar nicht aus einem klassischen Kinderreim, sondern war ein Gassenhauer und politischer Kampfruf aus den unruhigen 1920er- und 1930er-Jahren (Weimarer Republik). Der Spruch wurde oft in verruchten Kneipen oder bei Straßenschlachten gerufen, wenn eine Schlägerei angezettelt wurde
Später ging die Phrase in den allgemeinen Sprachgebrauch über und wurde von Eltern und Großeltern scherzhaft oder als schroffer Spruch in der Kindheit genutzt – oft vermischt mit echten Erziehungsreimen
Hier ist eine Übersicht zu diesem Spruch und den bekanntesten echten Kinderreimen von früher:
1. Die Herkunft von „Licht aus, Messer raus!“
Der Satz wurde 1931 sogar in einem bekannten Berliner Stimmungslied von Otto Kermbach und Alexander Fleßburg verewigt. Der typische Text dazu lautet:
„Licht aus, Messer raus,
haut ihn, dass die Fetzen fliegen!
Licht aus, Messer raus,
schmeißt den Kerl zum Fenster raus!“
In manchen Familien wandelte sich der Spruch im Alltag zu Redewendungen wie: „Licht aus, Messer raus, drei Mann raustreten zum Blut rühren!“ (wenn es schlagartig ins Bett gehen sollte)

2. Der Klassiker: Das echte Verbot für Kinder
Häufig wird der obige Gassenhauer mit dem bekanntesten deutschen Erziehungsreim (auch als „Zuchtreim“ aus der schwarzen Pädagogik bekannt) verwechselt:
„Messer, Gabel, Schere, Licht,
dürfen kleine Kinder nicht.“
Herkunft: Dieser Spruch geht im Kern auf das berühmte, grausame Kinderbuch „Der Struwwelpeter“ (1845) von Heinrich Hoffmann zurück (unter anderem aus der Geschichte von der bitteren Erfahrung mit dem Feuerzeug/Licht).

3. Weitere typische „Erziehungssprüche“ von früher
Früher sparten Eltern nicht mit drastischen (und aus heutiger Sicht oft absurden) Drohungen, um Kinder zu erziehen:
Spruch von früherAngedrohte Konsequenz damals
„Vom Fernsehen...“...bekommst du viereckige Augen.
„Wenn du die Augen absichtlich verdrehst...“...bleiben sie irgendwann so stehen.
„Wer mit dem Feuer spielt...“...pinkelt nachts ins Bett.
„Wenn du Kirschkerne und Wasser schluckst...“...wächst dir ein Baum im Bauch.
„Wenn du das Kaugummi herunterschluckst...“...verklebt dein Magen 






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