Iwan, der schreckliche - grosny
Iwan, der schreckliche - grosny
- Bedeutung: „Der Herr ist gnädig“ oder „Gott ist gütig“
- Herkunft: Es ist eine slawische (insbesondere russische) Variante des Vornamens Johannes, der auf das hebräische Johanan (Jahwe ist gnädig) zurückgeht. Bekannte historische Träger sind unter anderem russische Zaren wie Iwan der Schreckliche. Mehr Details zum Namen finden Sie im Wikipedia-Eintrag zum Namen Iwan
- Umgangssprachlich / salopp: Früher wurde „Iwan“ im deutschen Sprachraum oft spöttisch oder abwertend als allgemeine Bezeichnung für einen sowjetischen oder russischen Soldaten verwendet
- Architektur (Iwan): Im islamischen Raum bezeichnet ein Iwan eine große, überwölbte Halle oder Nische, die zu einer Seite hin völlig offen ist und zu einem Hof führt
Johannes
Link anklicken: https://aksoygedichte.blogspot.com/2026/06/ich-brauche-superman.html?m=1
Link anklicken: https://aksoygedichte.blogspot.com/2026/06/adrenalin.html?m=1
Link anklicken: https://aksoygedichte.blogspot.com/2026/07/spaghetti-bolognese.html?m=1
Link anklicken: https://aksoygedichte.blogspot.com/2026/04/kochgruppe.html?m=1
Link anklicken: https://aksoygedichte.blogspot.com/2026/08/ich-glaube-den-machtigen-gott.html?m=1
Link anklicken: https://aksoygedichte.blogspot.com/2026/04/wir-bauen-ein-computer-therapeuten-mit.html?m=1
Link anklicken: https://aksoygedichte.blogspot.com/2026/09/die-offenbarung-des-johannes.html?m=1
Link anklicken: https://aksoygedichte.blogspot.com/2023/05/bist-du-der-allmachtige-flott.html?m=1
Link anklicken: https://aksoygedichte.blogspot.com/2026/06/das-verzauberte-essen.html?m=1
- Wortstamm: Das russische Adjektiv grosny (грозный) ist derselbe Begriff, der auch im historischen Beinamen von Iwan der Schreckliche (Iwan Grosny) verwendet wird
- Ursprung als Festung: Der Name stammt von der 1818 gegründeten russischen Militärfestung Grosnaja (die weibliche Form des Adjektivs) ab, die als militärischer Außenposten im Kaukasuskrieg errichtet wurde. 1869 wurde die Festung in eine Stadt umgewandelt und später in die männliche Form Grosny umbenannt
- Hauptstadt: Grosny ist heute die Hauptstadt der russischen Teilrepublik Tschetschenien im Nordkaukasus und hat rund 400.000 Einwohner
- Wirtschaftsstandort: Die Stadt entwickelte sich ab den 1890er-Jahren durch die Ölförderung zu einem wichtigen Industriezentrum
- Konflikte: Während der Tschetschenienkriege in den 1990er- und 2000er-Jahren wurde Grosny weitgehend zerstört, danach aber mit massiver Unterstützung des Kremls wiederaufgebaut
Link anklicken: https://aksoygedichte.blogspot.com/2026/01/18-ist-meine-lieblingszahl.html?m=1
Dieses Wort "Grosny"stammt von grosa (Gewitter) ab und bedeutet sinngemäß der „Bedrohliche“, „der Furchteinflößende“
grosa - g rosa
Gewitter
Link anklicken: https://aksoygedichte.blogspot.com/2026/10/pink-panther-pink-link.html?m=1
Iwan
WLAN
Navi
Musik Link anklicken: Mantovani - Charmaine
Iwan IV. (Russland)
Iwan IV. Wassiljewitsch, der Schreckliche (russisch Ива́н (Иоа́нн) Васи́льевич Гро́зный Grosny ; * 25. August 1530 in Kolomenskoje; † 18. Märzjul. / 28. März 1584greg. in Moskau), war der erste Großfürst von Moskau, der sich zum Zaren von Russland krönen ließ. Die deutsche Übersetzung von grosny ist „furchteinflößend, streng“; die Übersetzung „der Schreckliche“ ist zwar gebräuchlich, aber ungenau. Iwan IV. stammte aus dem alten russischen Fürstengeschlecht der Rurikiden.

Durch tiefgreifende Reformen von Verwaltung, Rechtswesen und Heer stärkte Iwan IV. die Zentralgewalt und förderte den niederen Dienstadel auf Kosten der einflussreichen Bojaren. Unter seiner Herrschaft expandierte das Zarentum Russland durch die Zerschlagung der tatarischen Khanate Kasan, Astrachan und Sibir beträchtlich nach Osten und Süden. Der am Ende erfolglose Livländische Krieg und der interne Terror hinterließen Russland jedoch in einem geschwächten Zustand.
Leben
Reichserweiterung
Beiname „Der Schreckliche“
Der Beiname „der Schreckliche“ (engl. The Terrible, franz. le Terrible) ist nicht die genaue Übersetzung der russischen Bezeichnung. Iwans Beiname lautet im Russischen grosny. Dieses Wort stammt von grosa (Gewitter) ab und bedeutet sinngemäß der „Bedrohliche“, „der Furchteinflößende“. Doch schon zu Lebzeiten Iwans verbreitete sich an westeuropäischen Höfen sein Ruf, der zur Übersetzung „der Schreckliche“ führte. Seit einer aufgedeckten Bojarenverschwörung gegen seine Mutter und Regentin Helena Glinskaja, die offenbar vergiftet wurde, war Iwan mit einem krankhaften Misstrauen gegen fast jedermann erfüllt. Schon als Kind zeigte sich bei Iwan der Hang zum Choleriker und Sadismus gegenüber Tieren, gefördert durch die grausame und unmenschliche Behandlung seitens der Bojaren nach dem Tod seiner Mutter. Nachdem seine Truppen am 15. Februar 1563 Polozk erobert hatten, ließ er die Juden in der Stadt in der Düna ertränken, die Mönche des Zisterzienserklosters ermorden und Zehntausende nach Russland verschleppen.[10] Die von ihm befohlenen Massenmorde und Deportationen lösten in Europa Entsetzen aus.[11]
Berichtet werden diverse Beispiele seiner Grausamkeit, speziell in der zweiten Hälfte seiner Herrschaft. So ließ er am 25. Juli 1570 auf dem Hauptplatz in Moskau (dem Vorgänger des heutigen Roten Platzes) eine Massenhinrichtung vornehmen. Große Teile der Bevölkerung hatten aus Angst das Weite gesucht, so dass die Straßen wie ausgestorben wirkten. Seinen getreuen Kanzler Iwan Michailowitsch Wiskowatyj (russ. Ива́н Михай́лович Вискова́тый) ließ er bei lebendigem Leibe von den Opritschniki unter ihrem Anführer Maljuta Skuratow (russ. Малю́та Скура́тов) zerstückeln. Die Anklage lautete auf dreifachen Hochverrat, im Zuge dessen der Angeklagte den polnischen König Sigismund II., den türkischen Sultan Selim II. und einen weiteren Herrscher, Devlet I. Giray, den Khan der Krim, um Hilfe gebeten und ersterem den Besitz von Nowgorod und den anderen Zutritt in das Land gewährt haben soll, was der ehemalige Kanzler als Verleumdung zurückwies. Sein Freund, Iwans Schatzmeister Nikita Funikow (Ники́та Фу́ников), wurde solange mit kochendem und eiskaltem Wasser begossen, bis sich das Fleisch von den Knochen löste. Nach vier Stunden waren 200 Menschen auf ähnlich grausame Art und Weise vor den Augen der verbliebenen Moskauer, die den Zaren aus Angst hochleben ließen, getötet.[12]
Im Juli 1564 stieß er dem jungen Fürsten Dmitri Obolenski selbst ein Messer ins Herz, als dieser einige tadelnde Worte sprach.[13] Peter Petrejus, ein deutsch-schwedischer Reisender und Russlandhistoriker des 17. Jahrhunderts, überlieferte: „Einmal ließ er einen Fürsten in ein Bärenfell einnähen und auf das Eis bringen. Als seine großen Hunde den vermeintlichen Bären in Stücke rissen, belustigte der Zar sich so sehr, dass er vor Freude nicht wusste, auf welchem Bein er stehen sollte.“[14] Einen Bojaren, der sich vor ihm in ein Kloster geflüchtet hatte, ließ er fesseln, auf ein Pulverfass setzen und in die Luft sprengen: „So kommt er dem Himmel und den Engeln näher!“, sagte Iwan.
Iwan soll Gefallen daran gefunden haben, sich besondere Foltermethoden auszudenken und dem Todeskampf seiner Opfer zuzusehen. Auch seine Bediensteten brachte er nach Lust und Laune um. Pervertierter Großmut zeigte sich darin, dass er Wünsche seiner Untertanen in einem Korb sammeln ließ, um sie dann nicht zu erfüllen; ein zeitgenössisches Sprichwort lautet daher „Leg deinen Wunsch in Iwans Korb“. 1570 ließ er Nowgorod von den Opritschniki einschließen und alle Bürger von Ruf niedermetzeln. Frauen und Kinder wurden gefesselt in den Wolchow geworfen, jene, die nicht ertranken, wurden von Iwans Schergen mit Äxten erschlagen oder unter die Eisdecke gedrückt. Seit diesem Ereignis begannen seine Untertanen, ihn „Grosny“ (den „Strengen“) zu nennen, möglicherweise ein Euphemismus. Nach anderen Quellen sei der Name bereits während seiner einzigen militärischen Erfolge, der Eroberung der Khanate Kasan und Astrachan, aufgekommen, in der Form des „Furchteinflößenden“ gegenüber seinen Feinden – nicht als „Schrecklicher“ gegen sein eigenes Volk.[15]
Von seinen Grausamkeiten berichtet auch Andrei Kurbski, der Iwan den Schrecklichen aus dem Exil bekämpfte und ihm anklagende Briefe schickte, die Iwan regelmäßig ausführlich beantwortete, indem er sich als von Gott eingesetzter Herrscher jede Kritik verbat und absolute Unterwerfung forderte. Sie gelten als bedeutende Quelle für die Herrschaft Iwans des Schrecklichen, auch wenn einige Historiker ihre Authentizität bezweifelt haben. Beide zitieren häufig die Bibel (und antike Autoren), und Iwan beklagt sich in einem der Briefe über seine traumatische Kindheit. Es gibt auch einen eigenhändigen Brief Iwans an die Königin Elisabeth I. von England von Oktober 1570, der in ähnlich grobem und beleidigendem Ton ist, in dem er sich über „bäurische“, nur auf Profit bedachte englische Kaufleute beschwert (wie schon in einem Brief ein Jahr zuvor), die sie als Berater hätte, und Verärgerung darüber ausdrückt, dass Elisabeth ihm Asyl in England nur auf eigene Kosten gestatten wollte. Vermutlich schlug er ihr um diese Zeit auch eine (von Elisabeth zurückgewiesene) Heirat vor, obwohl er damals selbst noch verheiratet war.[16]
Tod
Iwan litt zeitlebens unter Stimmungsschwankungen und Depressionen. Nach dem Tod seines Sohnes und Thronfolgers verlegte er den Hof von Alexandrowskaja Sloboda zurück nach Moskau. In seinen letzten Lebensjahren soll Iwan Trost bei „Hexen“ und „Zauberern“ gesucht haben und heulend durch den Palast gelaufen sein. Ende Februar 1584 verschlechterte sich sein Gesundheitszustand rapide und er befahl den Mönchen des Kirillo-Beloserski-Klosters, um Erlösung von seinen Gebrechen zu beten.[20]
Iwan IV. starb, an Wassersucht und Arthritis leidend, am 18. März 1584 im Kreml. Einer Theorie zufolge fiel er möglicherweise auch einem Mordkomplott zum Opfer. Demzufolge sollen sich Boris Godunow, Bogdan Belski und der in Belskis Diensten stehende englische Arzt Johann Eiloff gegen den Zaren verschworen haben. Den Grund sehen russische Historiker darin, dass Godunow vehement gegen die von seinem damaligen englischen Leibarzt Robert Jacob vorgeschlagene Heiratsabsicht Iwans gewesen sein soll, eine Verwandte von Elisabeth I., Mary Hastings, zu ehelichen.[21] Diese Verbindung, so die Sorge der Verschwörer, hätte den Einfluss der englischen Krone auf das russische Reich bedeutend verstärkt und die Rechte des schwachsinnigen Fjodor I., der mit einer Schwester Godunows verheiratet war, beschneiden können. Belski, dem der Zar die Aufsicht über die Ärzte bei Hofe überantwortet hatte, soll sich vor Iwans Jähzorn gefürchtet haben. Da Iwans Tod bereits gewahrsagt worden war und die Mediziner dieser Prognose zuzustimmen schienen, hatte Belski Angst, Iwan diese Nachricht zu vermitteln. Iwan jedoch erfuhr von der Prophezeiung und soll sich an den Wahrsagern gerächt haben, indem er sie auf dem Scheiterhaufen verbrennen ließ.

Einige Historiker bezweifeln jedoch, ob es tatsächlich zu den Hinrichtungen kam, oder ob Iwan nur mit ihnen drohte. Andere hingegen erklären Iwans Drohung damit, dass er sich an seinem gewahrsagten Todesdatum wieder kräftiger fühlte und so die „lügenhaften“ Sterndeuter überführt zu haben glaubte. Die Statuierung eines Exempels erschien ihm angebracht.[22] Nach in Moskau aufgefundenen Dokumenten soll sich Iwan mit dem Schwiegersohn des Hofdiakons, Rodion Barkin, zum Schachspiel niedergelassen haben (Grey nennt Belski als Schachpartner[22]); Godunow und Belski waren in einem Nebenzimmer anwesend. Als dem Zaren übel wurde und er hinfiel, sollen Godunow und Belski das Durcheinander ausgenutzt haben, um Iwan zu erwürgen. Ein vorher durch Eiloff auf Belskis Geheiß Iwan beigebrachtes Gift habe, so die Moskauer Historiker, den Schwächeanfall ausgelöst. Eine 1963 in der Erzengel-Michael-Kathedrale des Moskauer Kremls durchgeführte Analyse der sterblichen Überreste Iwans wies übereinstimmend mit dieser Theorie erhöhte Quecksilbermengen auf. Es könnte daher sein, dass Iwan über längere Zeit hinweg schleichend vergiftet wurde, bis man ihm noch eine einmalige hohe Dosis beibrachte.[23]
Iwan ließ sich in der Erzengel-Michael-Kathedrale, der Begräbniskirche der Moskauer Fürsten, als Mönch Jona neben zweien seiner Söhne (Wassili und Iwan) beisetzen, hinter einer Wand verborgen.
Link anklicken: https://de.wikipedia.org/wiki/Iwan_IV._(Russland)






Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.