Sex gleich Tod
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Der Satz „Ohne Sex kein Tod“ beschreibt eines der faszinierendsten Prinzipien der Evolutionsbiologie: Der evolutionäre Zwang zum Altern und Sterben entstand erst mit der Erfindung der geschlechtlichen Fortpflanzung.
Der biologische Hintergrund
- Unsterbliche Einzeller: Bakterien oder Amöben pflanzen sich ungeschlechtlich durch einfache Teilung fort. Aus einer Zelle werden zwei identische Zellen. Es gibt biologisch gesehen kein Individuum, das altert und stirbt. Die Linie ist potenziell unsterblich.
- Die Erfindung des Sex: Vor rund einer Milliarde Jahre entwickelte sich die sexuelle Fortpflanzung. Sie mischt die Gene zweier Individuen neu. Dies beschleunigte die Evolution extrem, da sich Organismen so rasant an neue Umweltbedingungen anpassen konnten.
- Die Trennung der Zellen: Mit dem Sex teilte sich der Körper in zwei Zelltypen:
- Keimbahnzellen (Spermien und Eizellen): Sie geben die genetische Information weiter und sind potenziell unsterblich.
- Soma-Zellen (der restliche Körper): Sie dienen nur noch als Transportmittel für die Keimbahnzellen. Sobald die Fortpflanzung gesichert ist, investiert die Natur keine Energie mehr in die fehlerfreie Reparatur des Körpers (Soma). [1]
Das evolutionäre Fazit
Der biologische Tod ist der Preis, den hochentwickelte Lebewesen für die genetische Vielfalt und Anpassungsfähigkeit zahlen, die erst durch Sexualität möglich wurden. Ohne die Erfindung von Sex gäbe es also keinen natürlichen, altersbedingten Tod – allerdings wären wir alle noch immer einzellige Organismen.
Ein Leben ohne Sex ist für viele Menschen möglich und kann genauso erfüllend sein. Biologisch betrachtet ist Sex für das reine Überleben des eigenen Körpers nicht notwendig. Das Ausbleiben von Geschlechtsverkehr ist nicht tödlich, kann jedoch Auswirkungen auf den Körper haben. [1, 2, 3, 4]
Hier sind die körperlichen und psychischen Effekte bei längerer sexueller Abstinenz:
- Stress & Immunsystem: Sex baut Spannungen ab und schüttet Oxytocin aus. Ohne diesen Mechanismus kann das Stressempfinden steigen. Zudem kann das Immunsystem durch fehlende Entspannung etwas geschwächt werden.
- Libido & Funktionen: Die Lust kann bei längerer Pause abnehmen. Auch die Durchblutung und die Elastizität der Gewebe verändern sich.
- Psychische Komponente: Häufig spielt die Art der eigenen Bindung und Intimität eine größere Rolle als der reine Akt. Fehlt körperliche Nähe oder Berührung komplett, kann dies zu Einsamkeit führen. [1, 2, 3, 4, 5]
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